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Was wäre, wenn...

  • Autorenbild: Alexander Lanz
    Alexander Lanz
  • 28. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

... ich auf meinen heutigen Tag zurückblicken und zu mir sagen würde: Es ist okay, wie es war, wie ich war. Es ist wirklich okay, wie ich gedacht und gesprochen, gefühlt und gehandelt habe. Nicht bloss so nett dahingesagt und mir über den Kopf streichelnd, nein. Von Herzen gemeint und gefühlt. Im Frieden mit mir.


Mit allem. Dass ich verschlafen habe und dann hetzen musste, weil ich meinen Termin doch noch einhalten wollte (es gelang knapp). Dass ich in Stress geriet, weil ich glaubte, meinen Schlüsselbund verlegt oder verloren zu haben (ich fand ihn). Im Frieden damit, das ich nicht aufmerksam zuhörte, als mein Kollege mir etwas mitteilte und er dann irritiert war. Und auch damit, dass ich später unangemessen emotional auf meine Partnerin reagierte.


Was wäre, wenn... ... es okay wäre, dass sich hartnäckig diese nagende innere Stimme meldet: Warum hast du nicht? Du hättest doch können! Du solltest es doch endlich wissen! Dann diese Bemerkung zu ihr, die war ziemlich daneben. Und so weiter. – Was, wenn es okay wäre, dass es diese Stimme auch gibt in mir? Wenn sie penetrant wird, könnte ich ja herausfinden, ob mir gut tut, was sie zu sagen hat, und entscheiden, ob ich ihr weiter zuhören will.


Was wäre, wenn...

... es okay wäre, dass es zurzeit diese eine herausfordernde offene Frage gibt in meinem Leben (vielleicht sind es auch zwei...), auf die ich keine Antwort habe? Was wäre, wenn ich in den Umstand hinein entspannen würde, dass ich es gerade noch nicht weiss und etwas Zeit brauche, so viel, wie ich eben brauche. So könnte ich jetzt vielleicht erleichtert ausatmen und ein feines Lächeln in mir fühlen. Weil ich mich nicht unter Druck setzen würde, sondern mir das Okay gäbe. In Liebe zu mir selbst. Vielleicht gelänge es nicht ganz. Auch okay.


Was wäre, wenn...

... ich aufhören würde, mich zu pushen, endlich meine alten Muster ein für allemal zu überwinden, keine Fehler mehr zu machen, selbstsicherer, erfolgreicher, liebenswerter, spiritueller zu werden – kurz: ein besserer Mensch? Wenn ich stattdessen anerkennen würde, dass ich stets das Beste gebe und, getragen von dieser Wertschätzung, mit Freude und Leichtigkeit wachsen und mich entfalten kann?


Was wäre, wenn...

... ein Engelwesen neben mir stünde und mir mit warmer Stimme zuflüsterte: Du bist jederzeit geführt und geliebt, in all den Momenten, in denen du zweifelst und haderst, in all den Zeiten, in denen du dich mit Ängsten herumschlägst und Krisen durchmachst. Genauso wie dann, wenn du glücklich bist und im Frieden mit dir. Ich bin an deiner Seite, du kannst vertrauen.


Was wäre dann?

Und was ist jetzt?

 
 
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