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Gut genug. So erleichternd.


Weisst du, welche Art von Newsletter ich zurzeit am schnellsten wegklicke?


Jene, die mir einen schönen, vitalen jungen Menschen im Freudensprung vor traumhafter Naturkulisse präsentieren, darunter die suggestive Frage, ob ich jetzt bereit sei, mein volles Potenzial zu leben. Oder so ähnlich. (Hab ich selber auch schon verschickt.)


Ich kann gerade auf mehr Selbstoptimierungsdruck verzichten, darin bin ich selber ziemlich gut. Darin sind viele von uns ziemlich gut. Wir haben früh gelernt, dass wir besser, reifer, schöner, bewusster, souveräner, glücklicher, erfolgreicher – kurz: weiter – sein sollten.


Nein, ich möchte hören, dass nichts falsch ist mit mir, wenn mich scheinbar grundlos eine Welle aus Schmerz und Traurigkeit überrollt


Ich möchte wissen, dass es ok ist, wenn ich hilflos bin, weil ich mit einer schwierigen Beziehungssituation gerade nicht umzugehen weiss.


Ich möchte hören und fühlen, dass ich ok bin, wenn ich menschlich-unperfekt bin, indem ich wieder mal einem altbekannten Muster aus meiner Vergangenheit auf den Leim gegangen bin.


Diese Erlaubnis zu bekommen oder mir selbst zu geben, ist ein grosses Geschenk. Es versöhnt und entspannt mich tief.Frieden zu finden damit, wer und wie ich bin, ist der Boden, auf dem Veränderungsschritte erst möglich werden.

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