I wett dir öppis säge.
- 28. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit

Magst du mir drei Minuten von deiner Lebenszeit schenken und mir «zuhören»?
Genauer gesagt: Magst du dich für ein paar Gedanken öffnen, die ich sehr gerne mit dir teilen möchte zur Frage: Was braucht es, damit Kommunikation zu einer berührenden, verbindenden Begegnung führen kann?
Wenn ja, freue ich mich. Wenn nein, auch ok. Dann schliesst du das Mail einfach wieder. Ich schätze Ehrlichkeit.
Kommunikation ist weit mehr als der Austausch von Worten
Kommunikation ist ein Senden und Empfangen von Botschaften und Energien, ein Wahrnehmen meiner Selbst in Anwesenheit von dir, ein Erleben von dir in meiner Anwesenheit, eine Begegnung, die Gefühle auslöst, die Nähe oder Distanz schafft, berührt oder befremdet, herausfordert, inspiriert und manchmal wunde Punkte triggert.
Wie ich in Verbindung mit mir selbst bin, ist entscheidend dafür, wie ich dir begegne.
Damit echter Austausch möglich ist und wir uns wirklich begegnen können, reicht es nicht aus, Ich-Aussagen zu machen, obwohl dies ein sehr guter Anfang ist. Wir kommunizieren energetisch, über unserer Körperhaltung, mit Gesten, Tonfall, Augenkontakt (oder eben nicht). Wir kommunizieren sehr oft mit beigemischten Emotionen. Und wir kommunizieren genauso, indem wir nicht reden. Je unbewusster uns all dies ist, umso leichter misslingt Kommunikation.
«Ich hab dir eine Frage gestellt und noch keine Antwort darauf erhalten.» (mit beigemischter Vorwurfsenergie)
«Warum nervst du dich jetzt?»
«Ich weiss gar nicht, was du hast, ich hab doch bloss gesagt...»
Und schon sind wir dort, wo wir nicht hinwollten.
Als Sender so kommunizieren, wie ich möchte, dass du mit mir kommunizierst
Ich kann nicht bestimmen, wie du mit mir kommunizierst. Aber ich kann das geben, was ich selbst erhalten möchte. Ich kann mich als Sender darauf ausrichten, dir mit Zugewandtheit, Präsenz, Ehrlichkeit, Authentizität, Klarheit, Respekt, Verständnis, Mitgefühl, Ausdruck persönlicher Betroffenheit zu begegnen. Denn das ist es, was ich mir von der Person wünsche, die mit mir spricht. Ich gehe davon aus, dass dies auch für dich zutrifft. Wir sind Menschen.
Was wir hingegen nicht mögen, sind Bewertungen, Erwartungen, Vorwürfe, vorgefasste Meinungen, Theorien, Konzepte, Analysen, Interpretationen, Rechtfertigungen, Belehrungen, Rechthaberei, Ratschläge, Manipulation. Also bin ich achtsam, möglichst wenig davon in meine Botschaft fliessen zu lassen. Wenn es trotzdem passiert, kann ich mir selber dankbar sein, dass ich es gemerkt habe. Learning by doing. Jeder Tag ist reich an Gelegenheiten :–)
Kleine Checkliste für achtsames Senden
Ich überprüfe, ob du die Bereitschaft hast, zuzuhören.
Ich halte einen Moment inne, verbinde mich mit meinem Herzen und meiner Absicht, hier mit dir präsent zu sein, mich zu zeigen und meine Botschaften authentisch, klar, verständnis- und respektvoll zu vermitteln.
Ich bin achtsam, wie ich selber drauf bin und ob ich Emotionen, Erwartungen, Bewertungen, Vorwürfe, Analysen oder Belehrungen in meine Aussagen verpacke.
Ich nehme dich wahr und lasse Raum, so dass du mir zeigen und rückmelden kannst, wie bei dir ankommt, was ich sende.
Ich danke dir, dass du mir bis hierher gefolgt bist. Und ich wünsche dir täglich berührende und verbindende Begegnungen, ganz egal ob im Austausch mit deinen Nächsten oder beim kurzen Wortwechsel mit der Kassiererin im Coop. Im nächsten Monatsimpuls werde ich mich der empfangenden Seite widmen.
